Die Zeitung Nr. 4

Läbigi Stadt in Kürze

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Bern ist eine vielfältige und wunderschöne Stadt. Trotzdem ziehen ziehen gerade Familien oft von Bern weg, meist in die Vororte. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Einer der wichtigsten ist der übermässige Autoverkehr. Dieser vertreibt vor allem junge Familien mit kleinen Kindern und wird bei Umfragen immer wieder als eines der grössten Probleme der Stadt Bern aufgeführt. In den letzten drei Jahrzehnten ging die Bevölkerung der Stadt Bern um rund 37’000 Personen oder um 33% zurück. Dies hat aber nicht nur zur Folge, dass der Anteil Kinder sich in der selben Zeitspanne halbiert hat (von 41'000 auf 19'000), sondern führte auch zu massiven Steuerausfällen.

Die Lebensqualität in der Stadt Bern wird durch den übermässigen Autoverkehr stark vermindert. Luft, Lärm und Gestank sind die Folgen. Darunter leiden sowohl Autofahrende als auch jene rund 50% der Haushalte, die kein Auto besitzen.

Was "Läbigi Stadt" will

"Läbigi Stadt" will die Wohnquartiere wohnlich gestalten. Mehr Plätze und Orte der Begegnung, auf denen Kinder ungestört spielen können und wir unsere Feste feiern sind das Ziel. Konkret weniger Platz für den Autoverkehr, mehr Platz und Luft für uns alle.

Bis zum Jahr 2015 will der Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative "Läbigi Stadt" Bern spürbar vom motorisierten Individualverkehr entlasten. Dies soll unter anderem durch die Kostenwahrheit bei den Parkgebühren, durch die Bevorzugung der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmenden und durch die Schaffung weitgehend autofreier Wohnquartiere erreicht werden.

Verbinden statt trennen

Verkehr ist notwendig. Fragt sich nur wieviel. Und auch, wo er durchfährt und wie er abgewickelt wird.

"Läbigi Stadt" will das Auto nicht verbieten. Mit geeigneten Massnahmen soll dafür gesorgt werden, dass der Autoverkehr in den Wohnquartieren ein erträgliches Mass annimmt und unnötige Fahrten durch die Stadt vermindert werden. "Läbigi Stadt" will mit einem Massnahmenpaket die Verkehrspolitik der Stadt umgestalten. Bisher wurde mit Pflästerlipolitik nur punktuell vorgegangen. "Läbigi Stadt" bietet die Möglichkeit ein Gesamtkonzept für eine neue Verkehrspolitik durchzusetzen. Damit Bern wohnlicher wird. Dazu braucht es aber dringend bessere Bedingungen für die Fussgängerinnen und Fussgänger, für den öffentlichen Verkehr und für die Fahrräder. Die Strasse soll wieder verbinden, statt trennen. Wir freuen uns auf eine "Läbigi Stadt".

Wer wir sind

"Läbigi Stadt" ist ein seit 1993 bestehender Verein, der sich für die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs auf dem Gebiet der Stadt Bern einsetzt. Der Verein besteht aus über 1'000 Einzelmitgliedern und SymphatisantInnen. 1994 reichte der Verein die gleichnamige Initiative "Läbigi Stadt" ein. Diese zog er 1998 zugunsten eines Gegenvorschlages des Berner Stadtrates zurück. Seither bereitet sich "Läbigi Stadt" auf die Abstimmung zu diesem Gegenvorschlag vor.

Was wir bereits erreicht haben

Die Aktivitäten von "Läbigi Stadt" seit der Gründung 1993 sind sehr vielfältig. Legendär sind vorab die phantasievollen Aktionen auf Strassen und Plätzen Berns, die immer wieder für Diskussionen gesorgt haben. Ein weiteres Markenzeichen sind seit 1993 auch die etwas anderen Stadtrundgänge, welche "Läbigi Stadt" in unregelmässigen Abständen immer wieder organisiert. Daneben gab es eine Unzahl an öffentlichen Podien, Informationsveranstaltungen und inhaltlichen Zyklen. Auch kulturell hat sich "Läbigi Stadt" immer wieder betätigt: im Frühjahr 1998 mit dem dreitägigen Grossanlass "Das urbane Event" in der Dampfzentrale sowie mit zahlreichen Abendveranstaltungen, für die immer wieder namhafte Künstlerinnen und Künstler gefunden wurden.

Neben all diesen wunderbaren Anlässen gibt es natürlich immer auch Knochenarbeit zu verrichten: Vernehmlassungen, Mitwirkungen und Stellungnahmen schreiben, auf Fehlentwicklungen reagieren, mit Lobbyarbeit verhindern, dass Bern sich noch weiter von unseren Zielen wegbewegt.

"Läbigi Stadt" hat es immer wieder geschafft, die Diskussion über die Nutzung und gestaltung des öffentlichen Raumes zu lancieren. So war es "Läbigi Stadt" die als Erste gefordert hat, dass das Viererfeld das erste autofreie Wohnquartier der Stadt Bern werden soll.



 
 
«Läbigi Stadt» ist der Verein für saubere Luft, nachhaltige Mobilität und mehr Lebensqualität auf autofreien Plätzen und in verkehrsberuhigten Quartieren. Wir freuen uns über Deine Unterstützung.

Evi Allemann,
Präsidentin